Trend: Immer mehr Comics und Comicverfilmungen

Seit vielen Jahrzehnten begleiten Comics das Leben. Nun steht die Ablösung der Mangas bevor, die dem Buchhandel einen hohen Absatz bescherten. Getragen wird die Attraktivität der Comics für den Buchmarkt durch die Verfilmungen. Dabei handelt es sich nicht immer um triviale Geschichten. Zu finden sind darunter groteske Kriminalromane.

Allgemeine Informationen

Als ein Comicland ist Deutschland nicht anzusehen. Die Bildgeschichte besitzt noch immer einen Hauch von trivialer Literatur. Langsam beginnt sich das Bild zu wandeln. Vermehrt erhalten Comics bei Verlagen der Belletristik Anerkennung. Dabei handelt es sich um Aufbau, S. Fischer, oder Kiepenheuer & Witsch. Jedoch haben die dort erhältlichen Comics mit trivialer Literatur nicht zu tun. Beim Blick auf Spiegelman tritt eine Erzählung vom Holocaust deutlich hervor. Eine umfangreiche Erzählung wird den grotesken Kriminalromanen von Fred Vargas unter Mitwirkung vom französischen Avantgarde-Künstler Baudoin zugefügt. Deutlich wird jedoch die frühere Existenz von Comics mit hochwertigem Inhalt, die nie die Beachtung fanden, die sie verdienen. Allerdings tragen die Verfilmungen zu einer Steigerung der Attraktivität für den Buchhandel bei. Beim Blick auf die Genres Comics, Cartoons, Humor & Satire für Jahr 2008 und auf den Gesamtumsatz wird gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung von fast einem Drittel deutlich.

Den Comics kommt mehr Bedeutung zu

Nur wenige Jahre später ist der Stellenwert von Comics weiter gestiegen. Dazu bezog im Jahr 2012 Kulturstaatsminister Bernd Neumann von der CDU Stellung. Im Interview ging es ferner um die staatliche Förderung, deren Ausbau angesagt sei. Zur Sprache kam im Interview die gewachsene Wertschätzung für Graphic Novels und für Comics. Der Staatsminister äußerte sich über die qualitative Entwicklung der beiden Genres erfreut. Ebenso hatte er die gestiegene Akzeptanz im Literatur- und Kunstbereich begrüßt. Insbesondere sei ein Erfolg bei jüngeren Lesern zu verzeichnen. Dabei bestünde im Rahmen der modernen Kommunikationsgesellschaft eine Verbindung zu den Sehgewohnheiten der Menschen.

Die persönliche Bedeutung von Comics für den Staatssekretär

Auf die Frage nach der Wertigkeit der Comics, erklärte er, dass sein erster Comic „Der Struwwelpeter“ gewesen sei. Andere Bildgeschichten aus der Hand von Wilhelm Busch las er ebenfalls gern. Immerhin sei der Autor als Vater des deutschen Comics anzusehen. Auch persönlich hat er auf der Basis seiner Nähe zum Film eine Beziehung zum Comic entwickelt, wobei die Verwandtschaft von Comic und Film eng genug ist. Einen der Comics, die er zuletzt las, war Persepolis.

Der Comic heute

Mittlerweile ist die Bedeutung weiter geklettert. Daher kommt es des Öfteren zur Wahl der besten Comics eines Jahres wie in der Schweiz. Dort fielen die Absurditäten des DDR-Alltags ebenso auf wie die fiesen Künstler-Klischees. Im Rahmen der Comicerstellung kam es im Jahr 2016 zur Kommentierung dieser Themen. So gehören für die Schweiz die „Madgermenes“ und „Arsene“ von Olivier Schrauwen zu den besten Comics in 2016.

Foto By Dimka.aman (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

 

Author: marsimport