Comicromane weltbekannter Figuren

Wie der Titel schon sagt, behandelt dieser Artikel Comicromane, die auf weltbekannten Figuren basieren. Vertreten sind in diesem Artikel die Beatles, Sherlock Holmes und Fidel Castro.

Die Beatles in Hamburg

Der Comic wurde von Arne Bellstorf geschrieben und gezeichnet und trägt den Titel „Baby’s in Black“. Die Handlung beginnt im Oktober 1960, kurz vor dem Durchbruch der Band, und spielt in St Pauli in Hamburg. Zu Beginn der Geschichte sind die Beatles noch zu fünft, jedoch verstirbt Stuart Sutcliffe, ein guter Freund von John Lennon.

In dem Comic wird die Liebesgeschichte zwischen Stuart Sutcliffe und Astrid Kirchherr beschrieben. Sutcliff ist gerade einmal neunzehn Jahre alt und ist nicht nur Musiker, sondern auch Maler. Das Paar lernt sich in einer Nacht kennen, in der Stuart mit den anderen Beatles auf der Bühne steht. Astrid weiß zuerst nichts von dem Auftritt, bis ihr (Ex)- Freund Klaus Voormann, ihr davon berichtet. Voormann fragt Astrid, ob sie mit ihm zu dem Club gehen würde und die Modestudentin stimmt zu. Dort verliebt sie sich auf den ersten Blick in Stuart. Dieser Comic basiert auf einer realen Geschichte.

Sherlock Holmes und Dr. Watson

Wie bei vielen Büchern und Comics gibt es hierzu eine passende Fernsehserie, ausgestrahlt auf BBC. In den Jahren 2009 und 2011 kamen sogar zwei Kinofilme über Sherlock Holmes raus, demnächst folgt der dritte Teil. Doch wussten Sie, dass dieses Mal der Comic auf der Fernsehserie beruht? – Und zwar auf der Darstellung von Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman als Dr. Watson. Die Männer, denen die Sherlock-Fans ihr lang ersehntes Sammelobjekt zu verdanken haben, arbeiten in Japan und heißen Steven Moffat und Mark Gattis. Der britische Verlag „Titan“ entschied sich vor kurzer Zeit dazu, diese Comics nun auch in der englischen Sprache zu veröffentlichen. Auch deutsche Fans der Serie können sich freuen, denn der „Carlsen“-Verlag hat die Rechte für Deutschland erworben.

Obwohl sich der erste Manga sehr an dem ersten Fall von Sherlock und Watson aus der britischen Serie orientiert, spielen die Mangas nicht in der viktorianischen, sondern in der modernen Zeit. So hat Watson in den japanischen Comics einen eigenen Block, in dem er seine Geschichten veröffentlicht. Die Fälle, die in den Mangas beschrieben werden, sind jedoch nicht die originalen Fälle, sondern selbst erdachte Fälle des japanischen Autors Jay. In der ersten Ausgabe taucht Moriarty, der ganz anders tickt als Sherlock, auf und spielt mit Sherlock ein Spiel, in der Hoffnung, zu siegen. Zudem geschehen mehrere Morde, die als Selbstmorde getarnt werden. Doch nicht nur der Wechsel in eine moderne Epoche unterscheidet sich von der britischen Vorlage. In dem japanischen Comic wird das britische Superhirn Sherlock zu einem Japaner, inklusive Mandelaugen.

Auf nach Cuba zu Fidel Castro

Der ehemalige Kubaner war einer der bedeutsamsten Politiker seines Landes und war fast 50 Jahre an der Macht. Auffällig war Castro vor allem durch seine Intelligenz und seinen Ehrgeiz, den er schon als Schüler unter Beweis stellte. Sowohl während als auch nach seinem Jura-Studium setzte er sich gegen die Korruption und die Macht der verschiedenen kubanischen Banden ein. Während seiner Zeit als Politiker verbesserte er das kubanische Schul-und Gesundheitssystem um ein Vielfaches, jedoch hatte er auch seine dunkle Seite. So ließ er viele Kritiker seiner Regierungsform einsperren, foltern und töten. Im Jahre 2008 übertrug er seine Macht an seinen Bruder Rahúl, 2016 verstarb er in Havanna.

Da Fidel Castro vor seiner Amtszeit in vielen Schlachten gegen Korruption kämpfte und trotz der Niederlagen nie aufgab, wurde er weltbekannt, dementsprechend ist er für Comic-Autoren eine sehr interessante Figur. Reinhardt Kleist hat vor einigen Jahren einen gezeichneten Reisebericht mit dem Titel „Havanna“ veröffentlicht, in dem es um seinen ersten Aufenthalt in Kuba geht. Aber dies ist nicht der einzige Comic über Castro. Inverna Lockpez ist während der Castro-Periode aufgewachsen und hat alles als Augenzeugin erlebt. Diese Erfahrungen teilt die Autorin in ihrem illustrierten Buch „Cuba-My Revolution“. Auch die beiden Comics „Hasta-la Victoria“ von Stefano Casinis und „Che Guevara: A Manga Biology“ von Kiyoshi Konnos und Chie Shimanos wurden nach Fidel Castros Tod von vielen Menschen gelesen.

 

Author: marsimport